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Vor einigen Monaten haben wir das Buch "Recording Tipps" herausgebracht, das großen Anklang unter Recording-Profis und -Enthusiasten gefunden hat. Tim Crich, der für einige der ganz großen Namen im Musik-Business als Toningenieur gearbeitet hat, hat uns einige Fragen zu seinem Buch beantwortet.
Welcher Grundgedanke hat Dich bewogen, das Buch “Recording Tipps” zu schreiben?
Tim Crich: Für mein erstes Buch über Recording, “The Assistant Engineer`s Handbook” habe ich eine Menge Recherchen betrieben. Bei dieser Arbeit habe ich festgestellt, dass alle Bücher auf diesem Gebiet beschrieben, wie das Equipment in einem Tonstudio funktioniert. Es gab nur wenige Beschreibungen darüber, wie man die Geräte einsetzt. Ich war früher fest angestellter Toningenieur in den weltbekannten Right Track Recording Studios und den legendären Little Mountain Recording Studios, wo eine große Vielfalt unterschiedlicher Engineers ein und aus gingen - einige der besten der Welt.
Da das Schreiben zu meinen Hobbies gehört, habe ich mir von allem Notizen gemacht. Ich habe hunderte Seiten über den Einsatz von Equalizern, Kompressor-Settings, Mikrofonaufbauten und Mischtechniken festgehalten. Ich habe meine Fähigkeiten und all die Tricks gelernt, während ich Künstler wie die Rolling Stones, Bon Jovi, Bryan Adams, KISS, John Lennon, Bob Dylan und viele mehr aufnahm.
Wen hast Du als Zielpublikum gesehen, als Du dieses Buch geschrieben hast? Wolltest Du damit in erster Linie Anfänger, Besitzer von Heimstudios oder den Profi-Musiker ansprechen?
Tim Crich: Recording Tipps” ist für jeden gedacht, der in einem Tonstudio arbeitet oder hofft, diesen Job einmal auszuüben, ob als Musiker, Produzent oder Toningenieur. Dabei kann er in einem großen professionellen Studio arbeiten oder seine Aufnahmen in einem kleinen Projektstudio oder gar zu Hause in seinem Heimstudio durchführen. Das Buch erklärt die Grundlagen, wie das Equipment funktioniert, konzentriert sich dann aber auf den täglichen Einsatz im Studio. Ich benutze die Analogie: “€žEs ist keine Betriebsanleitung für den Motor, sondern ein Ratgeber für den Fahrer”. Dabei beinhaltet es Tipps und Tricks, die auch ihre Besonderheit in der amerikanischen Art haben, Platten aufzunehmen und abzumischen.
Wie war die Reaktion der Leser auf das Buch in Amerika?
Tim Crich: Der Zuspruch war erstaunlich. Fast jeder, der das Buch besprochen hat, ob Anfänger oder erfahrener Profi, hat dem Buch 5 von fünf möglichen Sternen zugesprochen. Der einzig negative Kommentar kam von jemandem, der meinte, die Seiten seien zu dünn, man hätte stärkeres Papier nehmen sollen. Rezensionen haben mich bestätigt, dass es hier kein vergleichbares Buch gibt. Es ist voll gepackt mit Tipps und Tricks, es gibt absolut keine Füller. In einer Besprechung in einem Audio-Magazin wurde allein das erste Kapitel als “grundlegend” bezeichnet.
Hast Du schon einmal mit deutschen Bands gearbeitet?
Tim Crich: Ja, ich habe für das erste Album von “Kingdom Comes” als Toningenieur fungiert, das dunkelrote. Bob Rock und Lenny Wolf haben es produziert. Wir haben es in Vancouver in den Little Mountain Studios aufgenommen. Gemischt wurde es dann in den Electric Ladyland Studios in NewYork. Es war super, mit Lenny zusammenzuarbeiten,weil er als Musiker und Sänger dermaßen talentiert ist.
Tim, vielen Dank für das Gespräch.
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